These: „Kein Weg führt an einer vernetzten Präventionsarbeit im Bereich digitaler Medien, die sehr früh ansetzt, vorbei! Kinderschutz geht alle an!“

Gewaltprävention in den digitalen Medien beinhaltet das Thematisieren sexualisierter Gewalt, von Internetgewalt und möglicher Gefahrensituationen. Andererseits darf Prävention nicht nur angstbesetzt gestaltet werden. Medienpartizipation bedeutet, in einer digitalisierten Welt teil zu haben. Die Kinderrechtskonvention der Vereinigten Nationen fordert für Kinder eine kreative, kritische und sichere Internetnutzung. Die Eckpfeiler bilden hierbei der Zugang zum Internet, das Recht auf Meinungs- und Informationsfreiheit, das Recht auf Versammlung und Vereinigung sowie Teilhabe und Spiel. Gerahmt werden diese Kinderrechte durch das Recht auf Schutz und Sicherheit. Neben den pädagogischen Themen wird im Workshop die Sicht der Kriminalprävention aufgegriffen. Dabei liegt der Fokus auf Praxisbeispielen aus Ermittlungsverfahren und Präventionsveranstaltungen. Erkenntnisse aus dem Umgang mit Tätern und Opfern, aus dem Bereich des Strafrechts und Opferschutzes fließen ein sowie die Haftungsrisiken für Erziehungsverantwortliche. Neben Handlungsempfehlungen erhalten die Teilnehmer Tipps zur  Umsetzung des Themas im (pädagogischen) Alltag.

Wichtig ist uns die Arbeit mit Erziehungsverantwortlichen, damit diese die ihnen anvertrauten Kinder durch ihr Wissen, ihre Offenheit, ihre Aufmerksamkeit, ihr Vertrauen und ihr Handeln besser schützen können.

Anja Kegler ist Soziale Verhaltenswissenschaftlerin (MA), Erzieherin, Entspannungspädagogin. Sie leitet eine städt. Kindertageseinrichtung und arbeitet im Personalrat des Kinder- und Jugendamtes der Stadt Heidelberg. Sie engagiert sich darüber hinaus als Referentin für Medienpädagogik im Landesnetzwerk der Aktion Jugendschutz BW, des Landesmedienzentrums BW und Multiplikatorin Medienwerkstatt Kindergarten (Kindermedienland BW). Im medienpädagogischen Kontext arbeitet sie mit den Präventionsvereinen „Kommunale Kriminalprävention Rhein-Neckar e.V., „Sicheres Heidelberg e.V.“ und „Sicherheit in Mannheim e.V. (SIMA)“ zusammen.

Günther Bubenitschek ist Erster Kriminalhauptkommissar und Referent für Mediensicherheit und Medienbildung. Er ist im bundesweit tätigen Opferhilfeverein WEISSER RING e.V. der Landespräventionsbeauftragte für Baden-Württemberg sowie polizeilicher Experte im Forschungsprojekt www.zivile-helden.de beim Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes – ProPK.

Anja Kegler und Günther Bubenitschek realisieren als Referententandem das Programm „Kriminalprävention und Medienpädagogik Hand in Hand“ im Mediennetzwerk Rhein-Neckar. Mehr Infos unter: www.digital-bildung-praevention.de